Der chronische Schmerzpatient

„Tage des Elends haben mich ergriffen. Des Nachts bohrt es in meinem Gebein, und die Schmerzen, die an mir nagen, schlafen nicht... Ich wartete auf das Gute, und es kam das Böse; ich hoffte auf Licht, und es kam Finsternis.“ (Hiob)

Schmerzpatienten oder auch Schmerzkranken gelten als „Sorgenkinder“ des derzeitigen Gesundheitssystems. Genau wie der Schmerz sich vielgesichtig zeigt, sind auch keine zwei Schmerzpatienten gleich. Sie unterscheiden sich mindestens in der Art der Grunderkrankung, in der psychischen Struktur, in Herkunft – Alter – Geschlecht – Temperament und nicht zuletzt im Ausmaß der individuellen und sozialen Beeinträchtigungen.

Eine nicht bekannte Zahl von Bundesbürgern leidet unter chronischen Schmerzen. Die Schätzungen der mit der Problematik befaßten Fachgesellschaften (Deutsche Schmerzhilfe, Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes) variieren zwischen 5 und 8 Millionen Betroffenen. Exakte Zahlen liegen aus vielen Gründen nicht vor, und dennoch kann der Bundesverband Deutsche Schmerzhilfe e.V. vor dem Hintergrund seiner 20-jährigen Arbeit für die Betroffenen belegen, daß der chronische Schmerz als eigenständiges Krankheitsbild für die Patienten den gleichen Grad an Beeinträchtigung bedeutet wie die allseits anerkannten chronischen Erkrankungen, z.B. Diabetes, Osteoporose oder Rheuma.

Seit 1978 verschicken wir unseren „Fragebogen für Schmerzpatienten“, der uns zum einen Angaben liefert über die individuelle Situation der Betroffenen und damit die Basis für unsere Arbeit darstellt. Die stichprobenartige Auswertung dieses Fragebogens im Querschnitt liefert uns wichtige sozio-demographische Daten über die Gruppe der Schmerzpatienten. Die folgenden Zahlen stammen us einer Stichprobe von rund 74.000 Fragebögen.

Seite: Seite zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 Seite vor